...finden Jugendliche hier eine Alternative zum Leben in einer Gruppenkonstellation.

Die MOBile Betreuung richtet sich an junge Menschen, die eine intensive Einzelbetreuung außerhalb üblicher Gruppensettings benötigen, um zu lernen, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Voraussetzungen für dieses Angebot sind die Bereitschaft zur Mitarbeit sowie die grundsätzliche Kompetenz zum Alleinwohnen. In Krisensituationen werden die Jugendlichen durch eine verlässliche Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft unterstützt. Auch Suchtmittelgebraucher und junge Menschen mit psychischen Störungen können in die Betreuung aufgenommen werden, wenn sie in der Lage sind, die in der Zusammenarbeit getroffenen Absprachen grundsätzlich einzuhalten. 

Im Rahmen der MOBilen Betreuung gibt es individuelle Betreuungsziele, die sich in den jeweiligen Hilfeplänen wiederfinden. Ganz klar im Mittelpunkt steht dabei die besondere Problematik des Einzelnen. Kein Gruppenrahmen schreibt ein bestimmtes Handeln vor und wirkt somit einschränkend. Dennoch müssen sich die jungen Menschen mit gewissen Regeln auseinandersetzen, die beispielsweise den Vermieter oder die Schulpflicht betreffen, und diese einhalten. Ziel der MOBilen Betreuung ist die Verselbstständigung und eine Ablösung aus der Jugendhilfe oder aber die qualifizierte Weiterleitung in andere Hilfesysteme.

Aufgenommen in die Betreuung werden junge Menschen ab 16 Jahre (in Sonderfällen mit Zustimmung der Heimaufsicht auch mit 15 Jahren), die sogenannte Trägerwohnungen bewohnen. Eine Übernahme der Wohnung nach Beendigung der Betreuung wird angestrebt, ist jedoch von der Bereitschaft der Vermieter abhängig. Ist eine Übernahme nicht möglich, helfen wir dabei, eine Wohnung anzumieten. Sollte noch weitere Unterstützung erforderlich sein, sind wir mit unserem Angebot „BJW – Ambulantes Betreutes Jugendwohnen“ für die jungen Menschen da.

Die Dauer der Betreuung ist variabel und kann bis zu drei Jahre erreichen. Alle Aufwendungen wie Betreuungs- und Wohnungskosten, Hilfen zum Lebensunterhalt, Bekleidung, Fahrtgelder und Kosten für die Ausstattung der Wohnung werden aus dem Entgelt bestritten. 

Die rechtliche Grundlage: §§ 34, 35, 41 und Hilfeplan gem. § 36 SGB VIII